Ritter des Eulenordens, Dr. Peter Fabritz feiert Silbernes Priesterjubiläum

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in Köln am Samstag, 11. Juni 2022

Hier einige Eindrücke und Hintergründe!

Im Basilika–Info von St. Aposteln war u. a. vom Pfarrer der Gemeinde, Dr. Dominik Meiering, zu lesen, dass es am 11. Juni 2022 nicht nur das Pfarrfest zu feiern galt, sondern auch ein Jubiläum: ….das Silberne Priesterjubiläum des Offizials des Erzbistums Köln, unseres Subsidiars von St. Aposteln Dr. Peter Fabritz.

Zur äußeren Feier seines Jubiläums-Weihetages hatte unser „Ordensbruder im Eulenorden ‚Närrische Weisheit‘“ Peter Fabritz seine Familie, Freunde und Gäste aus den früheren Wirkungsstätten zum Festgottesdienst nach Köln eingeladen.

In seiner Begrüßung sprach Dr. Meiering vom „neuen Gesicht“ am Altar von St. Aposteln und ging besonders auf die Aufgaben von Dr. Fabritz in Köln und seinem pastoralen Wirken ein:

„Dr. Fabritz ist Ende 2021 im Pfarrhaus von St. Aposteln eingezogen und hat seitdem viele unserer wunderbaren Kirchorte in der Kölner Innenstadt kennenlernen dürfen. Seitdem hilft er als Zelebrant auch in unserer Basilika. Obwohl er eigentlich einen anderen „Job“ hat, nämlich als Offizial des Erzbischofs für die kirchenrechtlichen Dinge im Erzbistum Köln zuständig zu sein, sind wir ihm sehr dankbar, dass er die Pastoral in der Kölner Innenstadt mit seinem priesterlichen Wirken unterstützt. Und ich glaube, dass er auch dankbar ist, ein wenig pastoral tätig sein zu können.
Schließlich war Pfr. Dr. Fabritz viele Jahre Seelsorger im Bistum Essen; zuletzt war er als Stadtdechant, Propst und Pfarrer in Oberhausen tätig. Dr. Fabritz wirkt an einigen Kirchorten in der Innenstadt mit, vor allem in St. Gereon aber auch an St. Aposteln und anderen Innenstadt-Kirchorten.“


Dr. Peter Fabritz wurde am 8. Oktober 1966 in Essen geboren. Am 16. Mai 1997 empfing er von Bischof Dr. Hubert Luthe in Essen die Priesterweihe. Während seiner Zeit als Kaplan studierte Fabritz in Münster das Kirchenrecht; und als Pfarrer promovierte er in Bochum im Fach Kirchenrecht mit der Arbeit „Sanatio in radice – Historie eines Rechtsinstituts und seine Beziehung zum sakramentalen Eheverständnis der Katholischen Kirche“. Seit 2003 ist Dr. Fabritz Mitarbeiter der
kirchlichen Gerichtsbarkeit im Bistum Essen, für die von 2009 bis 2019 das Kölner Offizialat zuständig war. Er war in Essen zunächst Ehebandverteidiger, dann Diözesanrichter, Kirchenanwalt, Vizeoffizial. Als Vizeoffizial in Essen leitete er die Außenstelle Essen des Bischöflichen Offizialates Münster. 

Am 8. September 2021 wurde Dr. Fabritz zum neuen Leiter des Kölner Diözesangerichts in der Nachfolge von Dr. Günter Assenmacher ernannt und trägt seit dem den Titel „Offizial“. Die Berufung erfolgte durch den Kölner Erzbischof Dr. Rainer Maria Woelki zum 1. Oktober 2021. Bis zu diesem Zeitpunkt war er Pfarrer und Propst der Pfarrei St. Clemens in Oberhausen-Sterkrade – aber auch Stadtdechant von Oberhausen.


Das feierliche Hochamt mit festlicher Chormusik anlässlich seines silbernen Priesterjubiläums zelebrierte Dr. Peter Fabritz selbst unter Mitwirkung einiger Mitbrüder und Geistliche aus dem Bistum Essen, des Generalvikar von Köln, Msgr. Dr. Markus Hofmann, dem früheren Oberhausener Stadtdechanten Msgr. Dr. Michael Dörnemann und Geistlichen der Stadt Oberhausen. Zu den Gästen gehörte auch Thomas Gäng, der Vorsitzende des Stadtkatholikenrates Oberhausen.

Die Mädchenkantorei am Bamberger Dom unter der Leitung des Domkapellmeisters Vincent Heitzer sang die Messe A. An der Orgel erlebten die Gläubigen und Gäste: Christopher Tambling. Alle wurden am Ende des Gottesdienstes mit viel Applaus bedacht.

Im Anschluss an das Festhochamt gab es einen Empfang im Kolpinghaus. Bei diesem Empfang gab es auch lobende Worte des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki. Die belebenden Worte auf Dr. Fabritz wurden oft durch Applaus unterbrochen.

Auf Geschenke hatte Dr. Fabritz verzichtet und bat um eine Zuwendung für das „Notel Köln – Notschlafstelle und Krankenwohnung für obdachlose Drogenabhängige.“ In dieser Notschlafstelle wird obdachlosen Drogenabhängigen die Möglichkeit geboten, in ihrem von Sucht, Gewalt und Beschaffungskriminalität geprägten Leben für eine Nacht zur Ruhe zu kommen. Durch elementare Angebote, wie eine warme Abendmahlzeit, die Möglichkeit zur Körperhygiene oder die Reinigung der Wäsche wird der Verelendung vorgebeugt, die mit der Sucht und dem Leben auf der Straße einhergeht. In der Geschichte ist nachzulesen, dass schon zu früheren Zeiten in St. Aposteln am Morgen Milch an bedürftige Kinder ausgegeben wurde und die Feuerwehr mit Wasser die Bäume am Leben hielt!

Interessant für uns im Eulenorden ist auch, dass die Basilika St. Aposteln in Köln am Neumarkt liegt und auch hier Dr. Fabritz Wohnung genommen hat. 

Karnevalisten verbinden mit dem Neumarkt große „närrische“ Ereignisse.

Der „neue“ Markt liegt etwas außerhalb der dichten, mittelalterlichen Altstadtbebauung – interessant mit dem Auto zu erreichen –  und hat im Laufe der Geschichte sehr unterschiedliche Aufgaben erfüllt: mittelalterlicher Viehmarkt, im 15. Jahrhundert Schützenplatz, Versammlungs- und Kundgebungsort der Franzosen, preußischer Exerzier- und Paradeplatz, 1823 Ort des ersten Kölner Rosenmontagszuges, Marktplatz und Veranstaltungsort bis heute. Der Platz könnte sicher so viel oder auch mehr erzählen als der Altmarkt von Alt-Oberhausen. Man sollte dabei jedoch nicht vergessen, dass Peter Fabritz lange auch Pfarrer von Herz Jesu Oberhausen war als ruhender Pol am Altmarkt an der Marktstraße. Hier erkennt man gleiche Begleiterscheinungen: Beide sind jeweils Schauplatz für Inszenierungen des Zeitgeistes.

Vergelt’s Gott, Grüß Gott und Glückauf

Walter Paßgang