Wir trauern um Dr. Theo Küppers † 17.06.2013

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Nachruf
Die Ritter des Eulenordens „Närrische Weisheit“ trauern um
Dr. Theo Küppers

Dr. Theo Küppers Am 17. Juni 2013 verstarb im Alter von 89 Jahren Dr. Theo Küppers. Er war in vielen Lebensbereichen Vorbild und wurde 1985 als 44. Mitglied in den Eulenorden aufgenommen. Die Laudatio hielt der heutige Ehrenpräsident der Großen-Osterfelder Karnevalsgesellschaft Heinz Hartmann.

Dr. Küppers war eine profilierte Persönlichkeit und stets der Stadt Oberhausen und dem Ortsteil Osterfeld gesellschaftspolitisch und sozial verbunden. Sein Lebensweg steht nicht nur für eine erfolgreiche unternehmerische Laufbahn, sondern auch für eine weitblickende Förderung in sozialen Belangen. In zahlreichen Berufsverbänden wurde sein Sachverstand geschätzt. Seine soziale Einstellung und die familiäre Situation brachten ihn auch zum Verein für „Spastisch Gelähmte und andere Körperbehinderte“. Er war Motor, Initiator und Mitfinanzierer des Behindertenzentrums Alsbachtal und Gründungsmitglied des Lions Clubs Oberhausen von 1960.

Bei Dr. Theo Küppers – studierter Staats- und Wirtschaftswissenschaftler – hatte sich der Berufswunsch, für die Wissenschaft zu arbeiten, nicht erfüllt. Sein berufliches Tätigkeitsfeld lag in der Bauwirtschaft, besser in der familiären Baugesellschaft Küppers aus Osterfeld-Klosterhardt. Nach dem Tode des Vaters Theodor Küppers leiteten die drei Söhne Walther, Bernhard und Theo als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen. Über die Grenzen Deutschlands war man unternehmerisch von 1886 bis 1986 mit oft bis zu 2000 Mitarbeitern – insbesondere im Hoch- und Brückenbau – tätig. Bauvorhaben wurden schlüsselfertig angeboten und erstellt. Dazu gehörten: Schulen, Universitäten, Verwaltungsgebäude, Autobahnbrücken aber auch Industrieanlagen, später auch der Straßenbau.

1973 ging die größte und bedeutendste Investition des Unternehmens in Betrieb. Das bereits 1962 erworbene verkehrsgünstige Venn im Oberhausener Norden hatte eine Fläche von rd. 100 000 m² und diente zur Serienproduktion von Fertigteilen. Es war ein Kraftakt, denn um das Gelände aufzubereiten, mussten 200 000³ Moor ausgekoffert und 750 000³ Bergematerial eingebracht werden.

Außer in den Erinnerungen der Klosterhardter hat sich die Firma Küppers auch an ihrem ersten Standort an der Hasenstraße ein Denkmal gesetzt. Die künstlerisch gestalteten alten Firmenschilder sind bis heute noch erhalten geblieben. Der ehemalige Gewerbe- und Bauhof der Firma wurde zwischenzeitlich vom Katholischen Stadthaus aufgekauft und beherbergt heute verschiedene kleinere Gewerbebetriebe und Institutionen, die sich mit dem Katholischen Jugendwerk e.V. „Die Kurbel“ um arbeitslose Jugendliche kümmern.
Sein Tod bedeutet einen Verlust, denn Dr. Theo Küppers war ein geschätztes Mitglied des Eulenordens und bekannt für einen tiefsinnigen Humor. Mit vielen guten Erinnerungen an seine beruflichen, sozialen, karnevalistischen und menschlichen Lebensleistungen nehmen wir Abschied. Es bleibt die Erinnerung an einen großzügigen, klugen und von hoher sozialer Kompetenz geprägten Menschen.

Über diesen Weg möchten wir aber auch unsere Gefühle der Trauer an seine ganze Familie weitergeben. Wir bauen auf den Trost und nehmen in Stille Abschied von einem lieb gewonnenen Ordensbruder und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Walter Paßgang
Präsident


Das Auferstehungsamt ist am Samstag, dem 22. Juni 2013, um 9.00 Uhr in der katholischen Kirche St. Antonius, Klosterhardter Straße, 46119 Oberhausen-Klosterhardt.

Anschließend ist um 10.00 Uhr die Beerdigung auf dem katholischen Friedhof an der Elpenbachstraße.

Zur Erinnerung:
Die Firma Küppers ist seit 1986 Geschichte. Namhafte Gebäude in Oberhausen und außerhalb Oberhausens halten die Erinnerung an das Bauunternehmen und somit auch an unser Mitglied Dr. Theo Küppers wach.

Hier ein Auszug:

Der Kaufhof, der alte Waldhof, der Hauptbahnhof, die Hauptfeuerwache, das Hotel Ruhrland, das Hauptgebäude der alten Stadtsparkasse oder das Bero-Center, die Theodor-Heuss-Realschule, die Gesamtschule Osterfeld, das Einrichtungshaus Rück und die Handelslehranstalt von der Firma Küppers errichtet worden.

Insgesamt hat die Firma Küppers in der Vor- und Nachkriegszeit den gesamten Siedlungskomplex zwischen Kampstraße, Michelstraße und Bergstraße sowie Bergstraße und Rothebuschstraße erbaut und später auch saniert. Nach dem Siedlungsbau kam der Industriebau: Kohlenwäsche Hamm, Kraftwerk Emscher, Kohlentürme von Jacobi, Erzbunker- und Hochofenanlage sowie ein Walzwerk bei der HOAG.

Mit zunehmendem Verkehr wurden neue Straßen- und Brückenbauprojekte in Angriff genommen. Dazu gehörte u.a. die Hammertalbrücke, die Talbrücke Wintersol und Achenbach oder die Talbrücke Exterheide der BAB Hansa-Linie und die Verlängerung der Startbahn auf dem Düsseldorfer Flughafen.