Die Eule 50 Jahre – Ritter des Eulenordens – oder: Herzlich willkommen

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Liebe Internetbesucher,

was vor 50 Jahren nur eine kleine närrische Idee war, nahm reale Gestalt an und ist heute eine nicht mehr wegzudenkende Institution in unserer Stadt. Als 1963 Oberhausens Prinz Karneval, Friedrich Wilhelm Maaßen, den „Eulenorden – Närrische Weisheit“ stiftete, trieb ihn und die anderen Gründerväter ein Gedanke, der weit über die jecken Tage hinauswies. Die Karnevalisten wollten ein sichtbares Zeichen setzen: jedem dankbar sein, der sich um die Bildung echten Bürgersinns in Oberhausen verdient machen würde. Frohsinn und gesellschaftliches Engagement sollten zwei Seiten derselben Medaille sein. Diesem Gründungsgedanken fühlt sich der Eulenorden bis heute verpflichtet.

50 Jahre Eulenorden – das sind 97 Ordensritter, 50 oft glanzvolle Ordensverleihungen, zahlreiche Förderaktivitäten in und für unsere Stadt, viele Freundschaften sowie Tausende von Anekdoten und fröhlichen Begegnungen. Der Eulenorden ist in einem halben Jahrhundert vielen Grundsätzen treu geblieben, vor allem dem Vorsatz, dass maximal zwei Ordensritter pro Jahr berufen werden dürfen und die Auszeichnung niemals inflationär vergeben werden darf. Zugleich haben sich die Eulen seit 1963 auch verändert. Sie sind offener geworden, auch jünger, haben Nicht-Ur-Oberhausener und Frauen aufgenommen, fördern Brauchtum wie Bürgersinn gleichermaßen, sind parteipolitisch neutral und wissen dennoch gerne auch Politiker in ihren Reihen. Hatten die Gründerväter des Eulenordens 1963 explizit „die Aufhellung unseres schweren Alltags“ zum Ziel erhoben, möchte ich dies in die heutige Zeit übersetzen: Humor und Heimatliebe, Geselligkeit und Gemeinsinn – all das eint Eulen.

Seit nunmehr 20 Jahren darf ich nach Walter Buhrow und Karl-Heinz Wolff als dritter Präsident das Ordenskapitel leiten. Unser stolzes Jubiläum 2013 ist ein guter Zeitpunkt, um einmal herzlichen Dank zu sagen allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, die unseren Eulenorden mit persönlichem und finanziellem Engagement lebendig hielten und halten und liebenswert machten und machen. Ohne die vielen Ideen, Ermunterungen und Begegnungen wäre das Oberhausener Brauchtum, ja wäre unsere schöne Stadt wirklich arm dran.

Wenn all die in Vereinen und Gesellschaften aktiven Oberhausener über uns Eulen sagen, mit diesen „Vögeln“ hätten sie schon einmal zu tun gehabt – im sozialen, sportlichen, wirtschaftlichen, kulturellen oder politischen Leben der Stadt, dann wäre dies für uns das schönste Kompliment. Wir hätten die richtigen Ordensritter ausgezeichnet. Helau und Glückauf! Ihr

Walter Paßgang
Präsident

präsidium


Druckwerk zum 50 Jährigen Jubiläum